Montag, 22. August 2016

Schnittgutverwertung nach Färberinnenart

Im Elterngarten war der jährliche Sommerschnitt fällig. Dieses Blutpflaumen-Ungetüm steht beim Nachbarn und droht damit, die Weltherrschaft zu übernehmen. Meine Eltern versuchen das von ihrer Zaunseite aus zu verhindern.


Neben einem Berg Schreddergut fiel dabei ein Glühweintopf voll Blätter fürs Färben ab. Die Blätter lassen sich bei Blutpflaumen bequem ästeweise abstreifen, so dass die Ernte schnell geht. Das Ergebnis der blutrot gefärbten Flotte waren drei Züge Grün in diversen Schattierungen:


Die zwei großen Dahlien, die den Sitzplatz auf der "Rentnerbank" einrahmen, blühen schon eine ganze Weile. Da wurde es Zeit, die verwelkten Blüten auszuputzen und zu verwerten:


rosa Dahlienköpfe färben Wolle strahlend orange

Merke (frei nach Eule und Nachtigall): was dem einen sein Biomüll ist dem anderen sein Färbeglück!

Kommentare:

  1. Genau, wie gut wir Pflanzenfärberinnen es doch haben. Deine Färbungen sind super geworden. Dahlien und Tagetes fand ich im letzten Jahr auch echt schön.
    Lieben Inselgruß
    Sheepy

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  2. ich muss unbedingt nochmal antesten, ob blutpflaumen, rotblaettriger ahorn und blutbuche sich gleich verhalten... oder rotblaettrige berberitze, oder dieser komische rotblaettrige strauch, von dem ich immer den namen vergesse... da ich mich leider nur auf meinen eigenen garten als lieferanten verlassen kann (die nachbar"gaerten" sind eher mickrig bestueckt in sachen faerbematerial...), hab ich auch nicht soviel schnittgut von einer sorte:) und meine dahlien mickern in diesem jahr, da wirds nicht viel mit orange werden:( aber dafuer hab ich 800 g schilfblueten gepflueckt und einiges an garn damit "begruent":) man kann als faerber auch nie alles haben. als naechstes kommen dann hoffentlich faulbaumbeeren, das dauert aber noch, bis ich damit matscheln kann!
    viele gruesse von der heute mal wieder sonnigen insel
    Bettina

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